Sie befinden sich hier:  Start Fallbeispiele / Muster Anzeigen Veterinäramt Hunde und Katzen
Hunde und Katzen

 

 

 

Veterinäramt Minten
Saronnenstraße 4

78965 Minten


Anzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutz-Hundeverordnung

Stade, den 22.11.2009
An die Amtsveterinäre der Stadt Minten,


es geht um die Hunde- und Katzenhaltung von Frau Carmen Hollern, Fellaxstraße 78, 78965 Minten.

Am 02.11.2009 bin ich das erste Mal bei Frau Hollern auf dem Grundstück gewesen. Frau Dexa von der Tierhilfe Minten, Velbertstraße 56 in 78965 Minten, war als Zeugin dabei. Frau Hollern haben wir nicht angetroffen. Später erfuhr ich, dass sie arbeiten war und ihr Dienst mind. von 10.00 bis 20.00 Uhr ging.

Zur Katzenhaltung:
Durch Füttern der Katzen zählten wir 12 Tiere (vier „erwachsene“ Katzen und acht Jungtiere). Die Katzen hatten allesamt ein struppiges Fell. Das ganze Grundstück ist mehr oder weniger zugemüllt. Es regnete in Strömen und die Jungkatzen lagen dicht zusammengedrängt auf einer völlig durchnässten Decke am hinteren Hauseingang.
Auf dem gesamten Grundstück gab es keinen trockenen, windgeschützten und frostfreien Unterschlupf.
Dabei werden die Tiere, nach Aussage von Frau Hollern, nur draußen gehalten. Auch konnte Frau Hollern später beim Telefonat keine genauen Angaben über die Anzahl ihrer Katzen machen. Sie sagte auch, dass einige Katzen schon abgewandert seien.

Diese Tatsachen und das gesamte Bild des (Katzen-) Jammers entsprechen weder einer akzeptablen noch artgerechten und gesetzeskonformen Katzenhaltung.
Diese Art der Katzenhaltung ist ein Verstoß gegen das TierSchG §1, §2 Nr. 1+3,
§3 Nr.3 und §18 (1) Nr.4.

Zur Hundehaltung:
Zwei Hunde befanden sich in einer Stube, zwei weitere Hunde in einer Art Abstellraum in der hinteren linken Haushälfte. Dieser Raum verfügt über ca.
fünf Quadratmeter und die Wände sind vom Schimmel befallen. Auf dem Fußboden befand sich Kot und Urin. Ein kleines Fenster war gekippter Weise geöffnet und ein unangenehmer Geruch schlug uns entgegen
Dieser Raum ist viel zu klein zum Wegsperren der Hunde, vor allem über diesen langen Zeitraum hinweg. Selbst wenn nach unserem Dasein dort, von ca.
11.00-12.30 Uhr, jemand zum Gassi gehen gekommen sein sollte, ist der Zeitraum zu lang für diesen viel zu kleinen und dann auch noch verschimmelten Raum.

Hier sehe ich einen Verstoß gegen das TierSchG §1 und §2
und gegen die TierSchHundeV §2, §5 und §8.

 

Entgegen allen Gesetzeswidrigkeiten der Tierhaltung haben wir kontinuierlich das Gespräch mit Frau Hollern gesucht. Wir haben ihr die Vermittlung der Jungkatzen und das Kastrieren der erwachsenen Katzen über die Tierhilfe angeboten.
Den am 10.11.09 festgelegten Termin, zwecks Besprechung der weiteren Vorgehensweise, sagte Frau Hollern sehr kurzfristig ab. Unser Angebot, ohne ihr Mitwirken drei der Jungtiere abzuholen und in die Obhut der Tierhilfe zu geben, lehnte sie ab.
(Die Katzen der Frau Hollern sind kaum an Menschen gewöhnt. Sie werden dadurch immer scheuer und eine Vermittlung von ihnen wird zunehmend schwieriger.)
Frau Hollern nahm nicht, wie angekündigt, Kontakt zu Frau Dexa auf. Ebenfalls ist sie seit einer Woche telefonisch weder für Frau Dexa noch für mich erreichbar.

Die Tiere von Frau Hollern, ob Hunde oder Katzen, unterliegen (wie beschrieben) einer nicht artgerechten, gesetzwidrigen Haltung und darüber hinaus lehnt Frau Hollern jede Hilfe ab. So sind die Tiere zu weiterem Leiden gezwungen, was ein Verstoß gegen das TierSchG §17 ist.


Mit der Bitte um Benachrichtigung,

Andrea Althaus,
im Auftrag für die Initiative Haustierrechte

und
Kirsten Dexa,
im Auftrag für die Tierhilfe Minten

 

Namen und Orte sind frei erfunden,
Übereinstimmungen sind rein zufällig !