Sie befinden sich hier:  Start Fallbeispiele / Muster Anzeigen Staatsanwaltschaft Tierarzt
Tierarzt

 

 

 

Staatsanwaltschaft Herrenhausen
Führichstraße 5

12396 Herrenhausen

 


Strafanzeige gegen den Tierarzt Dr. Wildfang, Bahnweg 30,
12345 Fiesen, wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das TierSchG §17 Nr.1


Stade, den 20.12.2009


An die Staatsanwaltschaft der Stadt Herrenhausen,

durch Frau Horn (1. Vorsitzende der Tierhilfe Herrenhausen), Elbestrße 3, 12233 Elbingen, habe ich die Kenntnis bekommen, dass durch Dr. Wildfang ein vier jähriger Mischlingsrüde zwischen dem 19.11. - 24.11.2009 in seiner Praxis gesetzeswidrig getötet wurde.

Der Hund wurde vor ca. vier Jahren an Herrn Peter Apfel, Großestraße 4, 12323 Großen, von der Tierhilfe Herrenhausen vermittelt. Herr Apfel war stets die Bezugsperson von dem Hund und hat ihn versorgt. Der Hund war viel mit seinem Herrchen zusammen und ist mit ihm auch auf dem Trecker mitgefahren.

Herr Apfel lebte mit seiner Familie, zu der u.a. auch der Sohn mit seiner Frau gehört, bis Anfang des Jahres 2010 in einer Haus- und Hofgemeinschaft. Dann verstarb Herr Apfel und der Hund blieb zurück. Die Familiengemeinschaft wurde um weitere Kindeskinder des verstorbenen Herrn Apfel und wiederum um deren Kinder erweitert. So lebten plötzlich, nach dem Tod des Herrn Apfel, von der Schwiegertochter deren Schwiegertochter mit Kind (Urenkel des verstorbenen Herrn Apfel) in der Hausgemeinschaft. Der Hund wurde von der Familie zwar versorgt, hatte aber sonst seine Aufgabe und seine Bezugsperson verloren und um ihn war eine völlig neue Familienstruktur.

Am 19.11.09 teilte die Schwiegertochter der Familie Apfel sen. Frau Horn telefonisch mit, dass der Hund nach ihrem Enkelkind geschnappt hätte. Sie berichtete von einer leichten Verletzung am Arm des Kindes, welche auch ärztlich untersucht wurde, und davon, dass selbiger Hund Pfingsten 2009 in Richtung ihres Gesichtes ebenfalls geschnappt hätte. Ihr Maß sei jetzt voll und der Hund müsse aus dem Haus.

Da die Tierhilfe Herrenhausen den Hund damals, wie üblich, mit einem Übergabevertrag abgegeben hatte und Familie Apfel somit vertraglich der Tierhilfe Herrenhausen verpflichtet war, ebenso aber auch die Tierhilfe Herrenhausen, indem sie das Tier bei Abgabewunsch zurück nehmen muss (und auch darauf besteht!), antwortete Frau Horn Frau Apfel, dass sie sich schnellstmöglich um einen Pflegeplatz bemüht und sich dann sofort bei ihr melden würde.
Frau Apfel war einverstanden, wollte gar anstehende Kastrationskosten des Hundes, nach Abgabe in eine Pflegefamilie noch übernehmen und erwähnte mit keinem Wort die eventuelle (gesetzeswidrige!) Tötung.

Am 24.11.2009 teilte Frau Horn der Schwiegertochter der Schwiegertochter des verstorbenen Herrn Apfel, also der Frau seines Enkels, telefonisch mit, dass eine Pflegefamilie zur Verfügung stehen würde und der Hund sofort übergeben werden kann. Diese Frau fiel Frau Horn sofort ins Wort und teilte ihr mit, dass der Hund vom Tierarzt Wildfang getötet wurde.

DIESE TAT ENTSPRICHT EINER HINRICHTUNG !

Folgende Tatsachen und Fragen stellen sich mir dar:

Die Familie Apfel war mit der Tierhilfe Herrenhausen in einer Vertragssituation die seitens der Familie nicht eingehalten wurde.

Die beiden Abwehrreaktionen des Hundes lassen sich als Nichtigkeit ableiten, da die Vorfälle keine Konsequenzen in jeglicher Hinsicht hatten und auch aus ärztlicher Sicht keine wirkliche Verletzung durch den Hund verursacht wurde.

Hat die Familie sich bemüht die Abwehrreaktionen des Hundes zu hinterfragen?
Vor allem nachdem die Bezugsperson des Hundes gestorben war und er dazu auch noch seine Aufgabe verloren hatte?
(Zusätzlich mit der neuen Familienstruktur konfrontiert wurde…..)

Fand auf Grund dieser Abwehrreaktionen eine Begutachtung des Hundes statt?
Wenn ja, welche Verantwortlichen und Zuständigen haben den Hund überprüft?
Und wurde eine Diagnose festgestellt, dass der Hund therapiert werden muss?
Zum Schluss möchte ich Sie dringend auf mein besonderes Bedürfnis nach Erfüllung der Artikel 20(3) und 20a des Grundgesetzes hinweisen und erwarte bis spätestens den 1. Februar 2010 die Nachricht über den weiteren Verlauf meiner Strafanzeige.


Andrea Althaus,
im Auftrag für die Initiative Haustierrechte


Namen und Orte sind frei erfunden,
Übereinstimmungen sind rein zufällig !