Sie befinden sich hier:  Start Fallbeispiele / Muster Fachaufsichtsbeschwerden Fundhund
Fundhund

 

 

 

An die
Legislative,
welche die gewählten Politiker sind
z.B.
Landrat mit Kreistagsabgeordneten, oder
an den Landtag des Bundeslandes mit den dazu gehörenden Fraktionen


Fachaufsichtsbeschwerde wegen Anstiftung zur Fundunterschlagung nach BGB § 965, Arbeits- und Pflichtverweigerung während der Dienstzeit, Missachtung und Verletzung des Grundgesetzes Artikel 20a und 20 (3),
Verletzung des TierSchG § 3 Nr.3 und § 17 und Strafvereitelung im Amt nach § 258a StGB


Stade, den 24.01.2010


Am 23.01.2010 lief Familie Bauer, Bendenstrasse 60 in 4300 Bessen ca. 18 Uhr ein Hund zu. Er ging vom Grundstück nicht mehr weg, bis die Familie ihn schließlich ins Haus holte und gegen 19.00/ 19.30 Uhr bei der Polizeiinspektion in 4300 Bessen, Teichstrasse 100, anrief. Dort gab Frau Claudia Bauer das Tier als Fundtier an. Da sie selbst keinen Führerschein hat, bat sie den Polizisten um die Verbringung ins Bessener Tierheim, welches zwar zu diesem Zeitpunkt geschlossen ist, die Polizei jedoch jederzeit die Möglichkeit hat, mit einem eigenen Schlüssel dort Fundtiere zur Erstverwahrung/ Sicherstellung unterzubringen.

Den Dienst habenden Polisten am Telefon interessierte das Schicksal des Tieres nicht und er sagte Frau Bauer, dass er Wichtigeres zu tun hätte. Er könnte zwar die Feuerwehr beauftragen, aber der Aufwand sei für einen streunenden Hund einfach viel zu groß.

Frau Bauer rief daraufhin bei der Amtsveterinärin, Frau Dr. Frankenstein, privat zu Hause an. Diese sagte Frau Bauer, dass das Kreisveterinäramt Bessen keine Rufbereitschaft außerhalb der Dienstzeit hat. Aus diesem Grund die Polizeibehörde zuständig sei und wenn diese einen Amtstierarzt benötigen würde, müsse sie über die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle in Bessen-Asem, welche zuständig ist für die Koordinierung ALLER Notfalleinsätze im Landkreis Bessen, dort die Telefonnummer von der Fachbereichsleiterin des Kreisveterinäramtes Bessen, Frau Dr. Grigor, erfragen.


Frau Bauer tat dies, hatte selbigen Polizisten am Telefon und wieder verweigerte er die Ausführung seiner Pflicht. Und schlimmer noch, er sagte zu Frau Bauer, sie solle den Hund aus dem Haus jagen, er würde schon nach Hause finden. (Und dieser „heiße“, gesetzeswidrige Tipp bei minus 12 Grad!.)
(Verstoß gegen das TierSchG § 3 Nr.3 und § 17)

Dieser Polizist, dessen Namen ich nicht habe, erfüllt nicht seine Pflicht und verstößt vorsätzlich gegen geltendes Recht und seine hoheitlichen Aufgaben. Vielmehr noch entscheidet seine private Sichtweise der Dinge, ob es sich dafür lohnt seiner Aufgabe nachzukommen, oder nicht. Dieser Dienstleister hat eine gesetzeswidrige Arbeitshaltung.


Hier endet meine offizielle Fachaufsichtsbeschwerde.

Jedoch möchte ich der Legislativen, die betroffenen Personen als Zeugen dieser Arbeitsverweigerung nennen.
Diese waren:
- Nora Horn, Alfstraße 7, 4300 Bessen,
- Karola Horn, zur Tatzeit in Celle bei einem Krankenbesuch gewesen,
- Heiko Maiwald, Tierheimleiter im Bessener Tierheim, lag schlafend und krank in Bett,

… mittlerweile 21.30 Uhr…

- Doreen Mittenwald, Mitarbeiterin im Bessener Tierheim, hatte kurz zuvor erst Feierabend gehabt und lag ebenfalls krank und schlafend im Bett. Sie erklärte sich aber bereit, den Hund bei der Frau Bauer abzuholen und ihn ins Tierheim zu bringen. Da Frau Mittenwald aber kein Auto hat, bat sie ihre Freundin sie erst zu Frau Bauer und dann ins Tierheim zu bringen. Die Freundin tat das und muss an dieser Stelle ebenfalls erwähnt werden.
Im Tierheim angekommen, konnte Frau Mittenwald den Hund in keinen Zwinger verbringen, weil die Schlösser zugefroren waren und sie kein Enteisungsspray zur Hand hatte. So verbrachte Frau Mittenwald, krank und erschöpft, die Nacht mit dem Hund im Büro des Tierheims.
- Die Mutter, Frau Mittenwald, brachte ihrer Tochter Doreen dann Sonntag Mittag, 24.01.2010, aus ihrem privaten Besitz das Enteisungsspray, so dass Doreen Mittenwald dann den Hund endlich unterbringen konnte.

Und das alles nur, weil der Polizeibeamte sich recht- und gesetzeswidrig verhalten hat…

- Frau Dr. Frankenstein, wie oben genannt, eine Amtsveterinärin aus der Stadt Bessen und
- ich selbst, Andrea Althaus, die das Ganze mit den Tierheim-Angestellten koordinierte, in etlichen stunden- und kostenintensiven Telefonaten.


Nochmals möchte ich hervorheben, dass dieser Polizeibeamte sich während seiner Dienstzeit so verhalten hat.
Alle beteiligten Personen wurden in ihrer Nachtruhe gestört!


Ich sehe hier einen direkten eklatanten Verstoß gegen das GG Art. 20 (3), eine mögliche Strafvereitelung nach § 258a StGB wegen eines möglichen Aussetzens des Tieres, was wiederum strafbar ist nach § 3 Nr.3 TierSchG, sowie einen vorsätzlichen Verstoß gegen § 17 TierSchG, wegen Aufforderung den Hund bei -12 Grad aus dem Haus zu jagen, was dem Tier möglicher Weise den Tod hätte bringen können, aber zumindest erhebliche Schmerzen, Leiden und Schäden zugefügt hätte.

 

 


Andrea Althaus,
im Auftrag für die Initiative Haustierrechte

 

Namen und Orte sind frei erfunden,
Übereinstimmungen sind rein zufällig !