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Fundkatze

 

 

 

An die
Legislative,
welche die gewählten Politiker sind
z.B.
Landrat mit Kreistagsabgeordneten, oder
an den Landtag des Bundeslandes mit den dazu gehörenden Fraktionen


Fachaufsichtsbeschwerde

Stade, den 10.08.2010


Geehrter Landrat Herr Pütterich,
geehrter Kreistagsvorsitzender Herr Bruhne, geehrte Kreistagsabgeordnete,


meine Fachaufsichtsbeschwerde richtet sich gegen zwei Behördenvertreter der Samtgemeinde Selen, Eisenbahnstraße 8 in 12354 Selen, Frau Friederike Sucht und Herrn Klaus Trink.

Diese beiden Behördenvertreter sind ihrer Verpflichtung als Dienstleister mit hoheitlicher Aufgabe nicht nachgekommen. Schlimmer noch, Sie haben sich ihrer Pflicht und Verantwortung gegenüber Recht und Gesetz entzogen.
Das Gesetz, was von den Behördenvertretern Frau Sucht und Herrn Trink hintergangen wurde, ist das Fundrecht mit seinen §§ 965-984 aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch, das Strafgesetzbuch mit dem §323c, unterlassene Hilfeleistung und §258a, Strafvereitelung im Amt, ebenfalls aus dem Strafgesetzbuch.
Nicht zu unterschätzen, das Grundgesetz mit den Artikeln 20 (3) und 20a, aus denen hervor geht, dass Tierschutz zur Staatszielbestimmung gehört und die Behörde diesem Grundsatz unterstellt ist.

Frau Sucht und Herr Trink haben in einheitlicher Absprache ab dem 02.07.2010, bzw. dem 05.07.2010 die kranke Fundkatze mit ihren ebenfalls kranken Welpen als Fund abgelehnt.
Gefunden wurden die Tiere von Frau Stefanie Maaz, Hagener Straße 4 in 12354 Selen am selbigen Ort.
Frau Maaz meldete die Tiere unverzüglich als Fundtiere bei der Behördenvertreterin Frau Sucht von der Samtgemeinde Selen, so wie es der Gesetzgeber im Bürgerlichen Gesetzbuch vorschreibt. Frau Maaz sagte der Behördenvertreterin Frau Sucht auch, dass die Tiere dringend ärztlicher Hilfe bedürfen, wegen einer vermutlich ansteckenden Katzenkrankheit.
Die Behördenvertreter Frau Sucht und Herr Trink lehnten in einheitlicher Absprache die Fundtiere ab und begangen somit eine strafbare Handlung, aus der meine Fachaufsichtsbeschwerde hervor geht.

Als Frau Maaz mit diesem Fall der Fundunterschlagung seitens der Gemeinde Selen, stellvertretend von Frau Sucht und Herrn Trink, mich kontaktierte, nahm ich sofort Kontakt mit der zuständigen und verantwortlichen Sachbearbeiterin Frau Sucht auf.
Trotz mehrmaliger Telefonate zwischen der Behördenvertreterin Frau Sucht und mir, in denen ich Sie immer wieder auf die Erfüllung ihrer behördlichen Pflicht seitens der Fundtiere aufmerksam machte, blieb sie in einheitlicher Absprache mit dem Behördenvertreter Herrn Trink bei der Ablehnung der Fundkatzen.
Ich klage dieses gesetzeswidrige Vergehen der Behördenvertreter Frau Sucht und Herrn Trink der Samtgemeinde Selen an.
Die Behördenvertreter haben eine eigenwillige, nicht gesetzeskonforme Entscheidung getroffen und damit Fundunterschlagung begangen. Und zwar so, als wenn ich ein Portemonnaie mit inhaltlich 500,- € und allen persönlichen Papieren finden würde und es stillschweigend behalten würde. Das hätte wiederum vielleicht zur Folge, dass die allein erziehende Mutter als Besitzerin des gefundenen Portemonnaies, dessen monatliches zur Verfügung stehendes Geld es gewesen ist, dadurch ihre Kinder nicht versorgen kann ……. etc..
Das ist FUNDUNTERSCHLAGUNG, weil der Fund, in dem Fall das volle Portemonnaie, nicht bei der zuständigen Behörde abgegeben wurde.
In dem Fall der Katzen von der Finderin Frau Maaz ist es nicht so, dass die Katzen nicht abgegeben werden sollten, sondern dass die Gemeindevertreter den Fund abgelehnt haben. Auch das ist Fundunterschlagung nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch. Zur Folge hatte das, dass die Welpen an dem vermutlichen Katzenschnupfen qualvoll gestorben sind!
Dabei spielt der angegebene Grund der Ablehnung keine Rolle, es ist die Ablehnung an sich, die strafbar ist und das in mehrfacher Weise, da alle Tiere unverzüglich hätten ärztlich versorgt werden müssen.
Tiere sind in Deutschland durch besondere Gesetze geschützt. Und da Frau Sucht und Herr Trink Behördenvertreter sind und keine „Hellseher“, steht ihnen nicht die Einschätzung zu, ob es sich hier um entlaufene Tiere handelt oder nicht! Sie sind verpflichtet, uneingeschränkt ihrer Eigeninterpretation des Gesetzes, ihrer behördlichen Aufgabe nachzukommen.


Mit freundlichem Gruß
Andrea Althaus,
im Ehrenamt und
im Auftrag für die Initiative Haustierrechte


Anhang:

a) die E-Mail vom 15.07.2010 an Frau Sucht, bezogen auf vorhergehende Telefonate, mit besonderem Hinweis auf den kopierten Text, entnommen von meiner Homepage (www.initiative-haustierrechte.de), zum Thema Fundrecht und Fundunterschlagung

b) eine Datei des Tierschutzausschusses der Tierärztekammer in Niedersachsen, zum Thema: „Umgang mit Fundtieren in Niedersachsen“


Namen und Orte sind frei erfunden,
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